Pro_und_Contra
Pro
Die Siesta
Die vier Jahreszeiten
Unsere Gastgeber —Die Spanier
Die Lebenshaltungskosten
Lebensqualität
Frauenpower — Powerfrauen
Europäische Perspektiven
10 gute Gründe um in Spanien zu leben
Notbetten für Süchtige
Klimaänderung bis 2080
Contra
Wasserversorgung
Wasser etwas Heiliges...
Tierliebe
Lebensunterhalt verdienen
Dauervermietung
Urbanisation
Stromausfall —ein ständiges Ärgerniss
Spaniens Stromzähler
Sommervermietung an der Küste
AlkoholismusunterResidenten

 

Vor der Abreise

Fragen an sich selbst
Auswandern?
Bestimmungen bei der Einwanderung nach Spanien
Checkliste erstellen
Die Neue Heimat —auf sich selbst vertrauen.
Fliegen wird teurer
Billigflieger von Deutschland an die spanische Küste

Frauenpower/Powerfrauen

Warum es so ist, vermag ich nicht zu beantworten, aber Tatsache ist, noch nirgends habe ich ein solches Potential und Ballungszentrum von agilen, risikobereiten Businessfrauen angetroffen, wie hier an der Costa Blanca.

In allen Berufssparten stehen sie ihren „Mann/Frau“. Ob „Sie“ eine Arzt- oder Zahnarztpraxis leiten, eine Künstleragentur erfolgreich führen, als Immobilienmaklerin oder Zeitungsverlegerin tätig sind. Sie arbeiten hier —und haben Erfolg!

Wenn man/frau hier - wie in jedem anderen Land natürlich auch - Erfolg haben will, heißt das Arbeiten. Durch die zwei- bis dreistündige Siesta sind viele der Ansicht, dass Arbeitsleben sei ein einziger Müßiggang. Mitnichten!

Man arbeitet hier genauso viel —wenn nicht mehr— nur zu anderen Zeiten und in fast allen Fällen auch Samstags oder Sonntags. Vor 20.30 Uhr abends, oft auch später, ist in keiner Branche Feierabend. (Aus diesem Umstand resultieren auch die späten Essenzeiten). Viele der Erfolgsfrauen haben, neben ihrem beruflichen Engagement, auch noch Familie und Kinder.

Dennoch, es macht Spaß hier zu wohnen, zu leben und zu arbeiten. Das scheint sich mittlerweile auch im kalten Mitteleuropa herumgesprochen zu haben. Immer mehr junge Leute kommen nach Spanien und starten ins Berufsleben. Immer mehr Frauen lassen geschäftliche und familiäre Zwänge hinter sich und starten hier neu durch.

In Zusammenarbeit mit der Künstleragentur Step & Mo, Frau Stefanie Wiczinowski, die jeden Dienstag in ihrer Radiosendung interessante Leute von der Küste vorstellt, werden wir diese Rubrik in periodischen Abständen mit Interviews und Reportagen ergänzen.

Lebensqualität__________________nach oben----arriba

Eine Sache der Betrachtungsweise. Es kommt darauf an, welche Qualität Sie suchen. Ich höre immer wieder von lange hier lebenden Residenten oder Langzeiturlaubern ein elendes Gejammer darüber, dass man hier auf so vieles verzichten muss. Einerseits sicher richtig: Wenn es zum Alltag gehörte, dass man ständig von einer Filmpremiere zur nächsten Vernissage hetzte, keine Opernpremiere oder Neuinszenierung eines Balletts ausließ, sich den Jahreszeiten entsprechend beim Nobel-Designer einkleidete, dann bedeutet das Leben hier sicher Verzicht.

Für mich stellt sich dabei jedoch die Frage, warum leben diese Menschen hier, wenn sie nicht die Qualitäten wollen, die ihnen ihre Wahlheimat im Überfluss bietet?

Stress ist ein Wort was im spanischen Sprachgebrauch kaum Anwendung findet.

Ein morgendlicher Spaziergang am Strand, um den Sonnenaufgang zu erleben, oder ein Abendspaziergang zum Sonnenuntergang —welch ein Schauspiel, welch eine Inszenierung!

Ist es nicht ebenso qualitativ hochwertig, keinem Diktat zu unterliegen, was das tägliche Outfit betrifft? Casual ist immer richtig. Warum lassen so viele nicht einfach ihre Seele baumeln und befreien sich von dem Korsett, in das sie eingepfercht waren?

Das Leben hier hat eine immens hohe Qualität - nur eben eine andere !

Unsere Gastgeber — die Spanier

In der Zeit, in der ich in Spanien lebe, hat sich mein anfänglicher Eindruck im Laufe der Jahre nur verstärkt. Die Spanier sind ein tolerantes, kosmopolitisch denkendes Volk, das nach dem Motto: „Leben und leben lassen; jeden Neuankömmling ohne Ressentiments Willkommen heißt.

Man geht höflich, zuvorkommend und freundlich miteinander um, ohne es an nötiger Distanz fehlen zu lassen.

Noch nie habe ich soviel Hilfsbereitschaft und bedingungslose Freundlichkeit, was Nachbarschaftshilfe anbelangt, erlebt wie hier an der Küste. Neid und Missgunst sind den Menschen hier offensichtlich gänzlich fremd. Niemand ist daran interessiert, was der eine oder andere hat oder nicht hat. Äußerlichkeiten, Prestigeobjekte, Dinge, die unseren früheren Alltag prägten, spielen hier einfach keine Rolle. „Hier bin ich Mensch — hier will ich sein“. Ist das nicht auch Lebensqualität?

10 gute Gründe, um in Spanien zu leben__________________nach oben----arriba

Das Klima

Ob Costa del Sol, Costa Blanca oder Gran Canaria: Welche Region nun —, wissenschaftlich gesehen—, das beste Wetter der Welt hat, ist im Grunde egal. Tatsache ist, Spanien hat pro Jahr rund 1.000 Sonnenstunden mehr als Deutschland

Die Kultur

Von Barcelonas Modernismo bis zu Andalusiens Maurenpalästen, von Velasquez bis Picasso - die über tausendjährige Kulturgeschichte Spaniens ist reich an außergewöhnlichen Kunstschätzen.

Die Erreichbarkeit

Ab zum Flughafen - und schon ein paar Stunden später kann man in der Sonne liegen. Von allen deutschen Airports aus gibt es zum Billigtarif viele Direktflüge in die beliebtesten Urlaubsregionen Spaniens.

Der Euro

Spanien gehört zu den elf Euro-Staaten; Umtausch und Währungsschwankungen gibt es nicht mehr. Wie sich das neue Geld auch entwickelt - Immobilien in guten Lagen sind langfristig sicherste Anlagen.

Die Playas

Von der idyllischen Bucht an der Costa Brava bis zur imposanten Dünenlandschaft im Süden Gran Canarias: Spaniens über 7.000 Küstenkilometer bieten circa 2.000 Kilometer Strand

Der König

Juan Carlos I ist in Spanien ein Garant für Stabilität. Der beliebte Monarch ebnete den steinigen Pfad von der Diktatur zur Demokratie.

Das Essen

Auch wenn Tapas und Paella sehr lecker sind: Spaniens Speisekarten werden immer internationaler. Kulinarisch braucht man also auf nichts mehr zu verzichten

Die Lebensart

Die schönste der spanischen Traditionen ist zweifelsohne die Siesta. Die Mittagszeit gehört einem Imbiss und einem Nickerchen. Immer noch hat in Spanien aber auch Flamenco und der Stierkampf seine Anhänger.

Der Sport

Vom Skifahren bis zum Tauchen: Sportler haben in Spanien die freie Auswahl. Zu Wasser, zu Lande und in der Luft.

Das Nachtleben

Discos in Spanien —für viele die besten der Welt. Hier gilt nicht „Wer guckt am coolsten“, sondern „Das Leben ist eine Fiesta“. Nicht nur in den Tanzpalästen von Madrid und Barcelona ist sogar täglich bis zum frühen Morgen die Hölle los.

Tierliebe

In Spanien gelten Tiere als Gegenstände und nicht als Freunde- und Hausgefährten. Nachdem ich eine große Tierfreundin bin, Hunde und Katzen zu meiner Familie zählen, ersparen Sie mir, auf dieses Thema näher eingehen zu müssen. Die Misere fängt bei A, wie Artgerechte Haltung an und hört bei Z, wie Zuchtbedingungen auf. Natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.

Wasser etwas Heiliges...__________________nach oben--^^^--arriba

Liebe Besucher,

Seit Jahren wird uns hier an der Küste eine „wasserdichte“ Trinkwasserversorgung zugesichert. Mit diesen Vertröstungen retten wir uns immer wieder über den jeweiligen Sommer — oder über andere Jahreszeiten, in denen uns durch die Presse mitgeteilt wird, dass das Wasser wieder einmal ungenießbar und nicht trinkbar ist, hinweg.

Zu diesem Thema, schrieb Alfred Pocher in der CBZ No 21/02 folgenden Kommentar:

„Wasser ist zumindest in naturbelassenen Kulturen etwas Heiliges. Auf das Versiegen einer Quelle reagiert man dort oft mit Geisterbeschwörungen. Wenn die nicht helfen, wird die Dorfbevölkerung manchmal aufsässig. Europäische und andere Zivilisationen indes kennen solche Geister nicht mehr; wahrscheinlich sind sie dort im Leitungsnetz für immer eingesperrt worden.

Wasserhähne, aus denen nichts oder nur Drecksbrühe rauskommt, lassen zivilisierte Dorfälteste und ihre Schamanen kalt, und die Dorfbewohner zucken die Achseln, denn im Supermarkt gibt es billiges Trinkwasser in Plastikkrügen. Also fehlt es an durchgreifendem Unmut, und die Häuptlinge können in Ruhe warten, bis gute Geister - etwa die aus Brüssel - die Geldbörse öffnen, um zu helfen. Inzwischen darf weiter gebaut werden - und zwar ohne lästige Kostenbeiträge für ein zivilisiertes Trinkwassernetz.

Ein für allemal, soll jetzt alles gut werden mit den zigtausend Brünnlein in unseren Hütten und Hochhäusern - und das in einem phantastisch kurzem Zeitraum von acht Monaten.

Detailfragen - etwa solche, wo denn genau die Wasserzaubertürme stehen werden und ob mit der Entsalzung von Trinkwasser auch der Dreck weg geht - bleiben noch etwas im Dunkeln. Warum? Sollen Eingeborene und Gäste nicht zu viel erwarten? Will der Wasserbeauftragte unserer Provinz Don Juan Roselló, keine Geister rufen, die er vielleicht nicht mehr los wird?

Disculpen las molestias - entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten, schreiben hier Händler an ihre Ladentüren, wenn sie einmal für ein paar Minuten weg müssen. Und meist schreiben sie auch noch, wann sie wiederkommen, damit die Kunden nicht inzwischen zur Konkurrenz rennen. Bei der heiligen Ware Trinkwasser ist das anderes.

Die schenken uns Monopolbetriebe aus, und zwar nach der Devise: Sauf und/oder stirb! Hier genügt es dann, wenn die Dorfältesten Papier an die Wände kleben, falls das Wasser wieder mal auf den Magen schlagen könnte.

Hinweise in den Dekreten, wann und wie die Quellen einmal für immer sauber sein werden oder gar Entschuldigungen sieht die Stammesordnung nicht vor. Man würde damit auch nur die Leute verwöhnen - und die werden dann am Ende noch aufsässig ....

Wir sind noch etwas misstrauisch, liebe Häuptlinge - disculpen las molestias!“

Bauen auf Kosten der Umwelt

In Orihuela im Kreis der Vega Baja ist ein großes Bauprojekt geplant. Acht Golfplätze und 150.000 Ferienhäuser sind geplant. Umweltschützer befürchten, dass die Verwirklichung diese Projekts nicht nur die Natur- und Freizeitgebiete wie Sierra Escalona und die Lagunen von Torrevieja bedrohen, sondern auch 30 Millionen Liter Wasser im Jahr verschlingen würde. Ihre Forderung: ein Baustopp, bis ein detaillierter Raumordnungsplan vorliegt, der alle neuen Bebauungsprojekte berücksichtigt.

Alkoholismus unter Residenten__________________nach oben--^^^--arriba

Ein weit verbreitetes Problem an der Costa Blanca ist der Alkoholismus. Doch niemand spricht davon. Keiner möchte sich eingestehen, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat. Vor allem alte Menschen verfallen dem flüssigen Suchtmittel, weil sie zu viel freie Zeit und zu wenig Freizeitbeschäftigung haben. Mangelnde Sprachkenntnisse hindern sie daran, im Land neue Kontakte zu knüpfen. Viele vereinsamen und fangen schon morgens mit dem Trinken an. Die Trennung von Freunden und Familie macht vor allem Frauen zu schaffen. Diese flüchten sich in den Alkohol. Und dieser lauert an jeder Ecke. Überall wird zu günstigen Preisen Wein, Sangria und Bier angeboten.

Schon seit den 70er Jahren gibt es aber Abhilfe. In verschiedenen Städten an der Costa Blanca haben sich Selbsthilfegruppen gegründet:

Anonyme Alkoholiker Calpe (676 460 234 oder 966 806 654 deutsch)
Anonyme Alkoholiker Torrevieja (616 861 797 deutsch)
„Alkoholfrei Leben“ Denia ((966 420 808 deutsch)
Anonymous Alcoholics Alicante (965 164 073 in deutsch und englisch)
APAEX Torreviefa (966 704 036 in spanisch)

Fragen an sich selbst

Wer auswandern will, sollte sich genau überlegen, ob er einfach nur aus Deutschland weg will und das Ausland für ihn wirklich besser ist, ob er ein konkretes Ziel vor Augen hat und auf Dauer weg will, ob die eigenen finanziellen Mittel eine Durststrecke abdecken, die Einwanderungsbestimmungen überhaupt eine Zuwanderung erlauben.

Vor dem Auswandern sollte jeder am besten einige Zeit in der neuen Heimat zum Schnuppern Urlaub machen, die Sprache lernen, mit der jeweiligen Botschaft in Deutschland über die eigene Situation, die Erwartungen und Bedingungen sprechen.

Vergessen Sie nie - keiner wartet auf uns. Wenn wir diesen Schritt wagen, sind wir es, die sich als Gast in ein fremdes Land begeben. Wir haben die Sitten und Gebräuche, die Lebensart und die Gegebenheiten zu akzeptieren - nicht umgekehrt.

Wenn Sie alle Fragen erörtert haben und die positiven Aspekte überwiegen, dann wagen Sie den Schritt und stürzen sich ins Abenteuer. Für viele hat sich das Motto „Träume nicht Dein Leben - lebe Deinen Traum“ bewahrheitet.

Auswandern – Überlegungen zum Neubeginn__________________nach oben----arriba

Sie sind schon so lange frustriert! Die wirtschaftliche Lage ist mehr als schwierig. Je weniger Aufträge Sie haben, desto mehr lassen Sie die Behörden nicht in Ruhe. Oder Ihr Arbeitsplatz scheint ständig von der nächsten wirtschaftlichen Flaute bedroht. Der tägliche Kampf wird immer härter. Politik frustriert Sie nur noch. Sie würden am liebsten bei der nächsten Wahl überhaupt keine Stimme mehr abgeben. Aber Sie wissen, daß Sie damit rein mathematisch nur die sogenannten Splittergruppen unterstützen. Sie wundern sich, warum scheinbar keine Behörde, keine Kommune, eigentlich niemand im öffentlichen Leben mit Geld umgehen kann. Hier eine überflüssige Müllverbrennungsanlage, dort horrende Diäten. Nur Sie müssen jeden Tag "ackern". Von früh morgens bis in die Nacht und dabei haushalten.

Jeden Tag ein neuer unsinniger Vorschlag aus der Politik, Ihnen "das Geld aus der Tasche zu ziehen": Eine höhere Selbstbeteiligung auf Medikamente ist eben auch eine Art Steuererhöhung. Nur heißt sie "Mehrbelastung". Und nicht der Staat "zockt ab", sondern eben "irgendeine staatsähnliche Einrichtung". Sie ärgern sich über das teure Benzin! Nicht über den Teil, der nach Arabien und an die Ölkonzerne geht. Sondern über die Unverschämtheit der Politik, die sich in den "Chor der Empörten" einreiht. Und über den Preis schimpft, obwohl der "Löwenanteil" Steuern sind. Und Sie fühlen sich "verkohlt", weil auf die sogenannte Umweltsteuer noch die Mehrwertsteuer "kommt". Und keiner "das Kind beim Namen nennt". Kurzum - Sie wollen raus!

Nicht wenige Deutsche entscheiden sich jedes Jahr, in die verschiedensten Regionen der ganzen Welt auszuwandern. Abenteuer pur. Die Chance des Lebens. Alle Brücken zu Hause abbrechen. Ein Traum für viele. Solange Sie diese Entscheidung aus einer sorgfältig überlegten Situation heraus treffen, ist grundsätzlich nichts gegen Auswandern einzuwenden. Sicherlich sind Chancen in einem anderen Land aus den verschiedensten Gründen besser. Dort mag es eine ganz andere Nachfrage nach ganz bestimmten Berufsgruppen geben. Das Leben ist billiger oder einfach angenehmer. Man verliebt sich in ein Land im Urlaub oder man möchte ganz einfach auch der deutschen Kälte im Winter entfliehen.

Ihren Sorgen werden Sie nicht entfliehen können. Auf jeden Fall dann nicht, wenn Probleme Sie stärker belasten, als Sie sich das im Moment eingestehen wollen. Lesen Sie dieses Kapitel, aber auch den dritten Teil des Buches ganz besonders sorgfältig durch. Und schätzen Sie dann ab, ob die Probleme, die Sie derzeit so sehr belasten nicht vielleicht doch kleiner sind. Und nur Ihre Perspektive Ihnen die Unlösbarkeit hier in unserem Land "vorgaukelt".

Alles, was Sie hier in Ihrer Heimat nicht bewältigen, stellt sich Ihnen im Ausland mit noch mehr Macht entgegen. Am einfachsten ist dabei wohl das Gewinnen einer Greencard. Für ein Leben in den USA. Jeder kann mit einigen Vorbedingungen wie Schulbildung und Englischkenntnissen an der jährlichen Lotterie teilnehmen. Das Wichtigste dabei ist der formal korrekte Antrag. Ein einziger falscher Abstand in einer Zeile, der Absender links statt rechts oder umgekehrt - und Ihr Antrag "fliegt" aus dem Rennen. Greencards werden unter einer Anzahl zugelassener Länder verlost. Unproportional. Zum Beispiel geht ein großes Kontingent an Deutsche. Bürger mancher Staaten sind von vornherein von der Teilnahme ausgeschlossen. "Richtig ernst" wird es erst nach dem Gewinn der Greencard. Wenn es gilt, der Heimat "den Rücken zu kehren": Das Angestelltenverhältnis ist in den USA ein vollkommen anderes als hier in Deutschland. Und die Mentalität im Geschäftsleben unterscheidet sich erheblich. Die ganz große Freiheit Amerika's beginnt erst nach den Hürden, die auch dort Behörden für jeden einzelnen ihrer Bürger aufgestellt haben.

Denken Sie bei Ihrer Zukunftsplanung auch an die vielen Rentner, die zu einer Zeit, als die (gute alte) D-Mark noch einen traumhaften Lebensstandard auf Mallorca versprach, in Deutschland alles verkauft haben. Heute ist der Lebensunterhalt in Spanien teurer geworden und was einst wie das Paradies aussah, ist schließlich für viele zu einem "täglichen Rechnen" geworden. Exotische Länder wie Paraguay oder Ungarn locken mit billigen Immobilien, zum Teil auch mit phantastisch niedrigen Krankenversicherungsbeiträgen von 40 Euro im Monat und auch sonst niedrigen Lebenshaltungskosten. In Paraguay genügt die Hinterlegung von 5.000 Euro und in der "Schweiz Mittelamerika's" scheint Leben verlockend sorglos. Aber ob Sie dort Ihr Glück finden, halte ich für mehr als fraglich, wenn Ihr Hauptziel die Flucht vor Ihren täglichen Sorgen und Problemen ist.

Wenn Auswandern schon immer Ihr Traum war, ist das in Ordnung. Wenn Spanien schon immer Ihr Ziel war, was hält Sie dann noch? Aber mehr als hier in Deutschland sollten Sie überall auf der Welt bestens mit schwierigen Situationen und Lebenslagen umgehen können. Denn wo immer es Sie auch hinzieht, addieren Sie zu Ihren aktuellen Problemen mindestens 50 Prozent zusätzliche! Denn nichts ist enttäuschender, als dann im "Land Ihrer Träume" feststellen zu müssen, daß auch dieser "Fluchtweg" sich als Sackgasse erweist.

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

André Gide, französischer Schriftsteller (1869 - 1951)

Bestimmungen bei der Einwanderung nach Spanien

Spanien gehört immer noch zu einem der beliebtesten europäischen Länder für Auswanderer. Ein ganzjährig ausgeglichenes Klima, moderate Lebenshaltungskosten und eine gute Infrastruktur sind die Vorteile dieses Landes.

Für Reisende aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich gibt es keine Sonderbestimmungen bei der Einwanderung, sofern sie sich bis zu drei Monate in Spanien aufhalten. Bei Überschreitung dieser Frist oder einer Arbeitsaufnahme ist eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.

Studenten, Rentner und nicht Erwerbstätige müssen die Zugehörigkeit zur Sozialversicherung ihres Heimatlandes und ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können, um eine ständige Aufenthaltsgenehmigung in Spanien zu erhalten.

Jeder Staatsangehörige eines EU-Staates hat das Recht, ungeachtet seines Wohnorts eine berufliche Tätigkeit in Spanien nach den hier geltenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften auszuüben.

Bei selbständiger oder unselbständiger Arbeitsaufnahme unter drei Monaten reicht ein gültiger Pass bzw. Personalausweis. Im Falle einer vorgesehenen beruflichen Tätigkeit von mehr als drei Monaten besteht die Pflicht, dies innerhalb von einem Monat nach der Einreise bei der Polizei oder Ausländerbehörde des Aufenthaltsortes zu melden und eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Dieser Antrag kann nicht fernschriftlich gestellt werden, sondern er ist persönlich bei der zuständigen Polizei oder Ausländerbehörde abzugeben.

In Madrid ist dies:
Comisaría de Policía del Distrito del Retiro
C/Moratín, 43, esquina San Pedro
28014 Madrid
Tel.: (0034) 91- 429 09 94
Öffnungszeit: Montags bis freitags 9.00 bis 14.00 Uhr

Bei Tätigkeiten über drei Monaten, aber unter einem Jahr wird eine zeitlich begrenzte Aufenthaltserlaubnis mit Gültigkeit für die Dauer der Tätigkeit ausgestellt. Bei Tätigkeiten von über einem Jahr wird für EU-Staatsangehörige eine Aufenthaltsgenehmigung für fünf Jahre erteilt, die anschließend für weitere fünf Jahre auf Antrag verlängert wird.

Erforderliche Unterlagen bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis:

Pass oder Personalausweis

drei Passfotos

bei Arbeitnehmern eine Kopie des Arbeitsvertrages, bei Selbständigen eine Bescheinigung darüber, dass sie die Voraussetzungen und die Genehmigung für die Ausübung einer selbständigen Tätigkeit in Spanien erfüllen.

Bei Personen, die keine Arbeit aufnehmen:
Nachweis über Krankenversicherungsschutz für Spanien und über ausreichende Geldmittel zum Lebensunterhalt für den Antragsteller und ggf. seine Familie.

Bei Studium ist zusätzlich eine Einschreibebestätigung der spanischen Lehranstalt vorzulegen.

Familienangehörige benötigen Dokumente, die den Grad der Abstammung sowie die Unterhaltsberechtigung nachweisen (z.B. Familienbuch oder Geburtsurkunde).

Familienangehörige, die nicht Staatsangehörige eines EU-Staates sind, benötigen außerdem noch ein Visum im Reisepass, welches vor der Einreise bei der zuständigen spanischen Auslandsvertretung einzuholen ist. Die spanischen Behörden können darüber hinaus ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen.

Checkliste__________________nach oben----arriba

Versicherungen ggfs. kündigen
Telefon abmelden
Wohnsitz ab/ ummelden
Postummeldung
Freunden und Bekannten neue Anschrift mitteilen
Steuerberater, Finanzamt
Banken informieren
Mobiliar verkaufen, einlagern ?
Kostenangebote von Speditionen einholen
Was wird sofort mitgenommen ?
Was bringt die Spedition ?
Papiere ordnen
Alle Arztbesuche erledigen
Haustiere impfen lassen
Kreditkarten beantragen oder Konto - Änderung mitteilen
Wohnung, falls gemietet, kündigen
Hausverkauf vorher abwickeln
Medien (TV, Premiere usw.) abmelden
Zeitungabos kündigen
Wasser, Strom, Telefon kündigen/ abmelden

Die neue Heimat —auf sich selbst Vertrauen__________________nach oben----arriba

Zugegeben, die Überschrift klingt vielversprechend. Aber Hand aufs Herz: Ob Spanien wirklich zu Ihrer neuen Heimat wird, kommt ganz auf Sie an.

Im Laufe der Jahre bekamen wir Erfahrungsberichte von vielen Auswanderern in die Hand. Manche fröhlicher und optimistischer - und andere, die mehr von Enttäuschungen und Misserfolgen erzählen.

Wenn Sie sich damit abgefunden haben, dass Sie sich, gegebenenfalls von Ihrem erlernten Beruf. verabschieden müssen, um eine andere Tätigkeit zu wählen, in der leichter eine Stelle zu bekommen ist, dann haben Sie schon einmal eine große Hürde genommen. Es ist also sehr nützlich flexibel zu sein.

Erfolg bedeutet auch durchzuhalten. Erfolg lässt sich nicht immer nur an hohen Geldbeträgen messen. Da kann der hart erarbeitete Erfolg des „kleinen Mannes“ durchaus schwerer wiegen als die durch gute Marktkenntnis relativ leicht erwirtschaftete Umsatzmillion des Unternehmers: Beide verdienen Respekt und Beachtung.

Seien Sie also nicht neidisch auf die Erfolge anderer Menschen. Oft haben die auch mehr riskiert als Sie. Und außerdem macht Geld alleine ja auch nicht glücklich - es sei denn, Sie sind nur des Geldes wegen nach Spanien gegangen.

Was uns oft überrascht hat, ist die Sorglosigkeit und Blauäugigkeit einiger Landsleute, die mit Familie, Haustieren und Hausstand hier anreisen - ohne zu wissen, womit sie sich in Zukunft ihre Brötchen verdienen können. Natürlich sind auch die meisten der spanischen Sprache nicht mächtig.

Wohnungen oder Häuser für Langzeitmiete (länger als 6 Monate) sind hier immer noch Mangelware und in keinster Weise mit dem Angebot in Deutschland zu vergleichen. Es fängt also meistens mit der Wohnungssuche an . Wenn ein Domizil gefunden wird, ist dies meistens voll möbliert. Das erste Problem taucht auf. Wohin mit den Möbeln? Natürlich kann man auch dieses lösen. Man kann seine Möbel einlagern und warten , bis man das „Wunschheim“ gefunden hat. Ob das den Möbeln und der Reisekasse sehr gut tut, ist eine andere Frage.

Einschulung. Viele Eltern mit schulpflichtigen Kindern haben sich nicht einmal im Ansatz mit den Gepflogenheiten des Landes auseinandergesetzt. Wussten Sie, dass die meisten Schulen kostenpflichtig sind? Nicht nur das - es gibt auch Wartezeiten an vielen Schulen. Also ein Punkt, der unbedingt vor der Anreise geklärt werden sollte. In unseren Seiten finden Sie viele Hinweise und Informationen zu diesem Thema. In Ihrem eigenen Interesse: bitte, informieren Sie sich vorher!

Das preiswerte Leben im Land der Sonne ist mittlerweile auch zur Illusion geworden. Alles hat auch hier seinen Preis. Sie brauchen Versicherungen, ein Auto, Telefon- und vielleicht Internet-Anschluss, sie brauchen ein Haus oder eine Wohnung (der Einfachheit halber können Sie dieses Objekt kaufen). Aber viele Residenten und Nichtresidenten haben die Erfahrung machen müssen, dass ein zu schneller und übereilter Kauf, oft nach kurzer Zeit schon den großen Frust mit sich bringt. Die Lage ist „verkehrt“, zu weit weg von der Schule, es fährt kein Schulbus, zu weit weg von Geschäften und Einkaufszentren. Telefonanschluss kann noch nicht verleg werden. Im Winter liegt das Anwesen unter dicken Nebelwänden im Schatten - und das über Monate. Also sicherheitshalber sollte man erst mal ein Objekt mieten, die Umgebung erschnuppern, sich Objekte zu verschiedenen Tages- und Jahrszeiten anschauen und sich dann endgültig entscheiden.

Wenn Sie weiterhin Berufstätig sein wollen oder müssen, ist der Standort natürlich auch nicht unwichtig.

Sie lieber Besucher, werden sicherlich sagen: diese Hinweise sind völlig überflüssig, ist doch selbstverständlich, dass wir all diese Punkte im Vorfeld klären. Nach unseren Erfahrungen gehören Sie dann zu den rühmlichen Ausnahmen. Die Erfahrung zeigt, dass leider allzu oft das Pferd von hinten gesattelt wird. Für alle, die aus lauter Vorfreude, ein paar wichtige Vorbereitungen übersehen sollten, ist dieser Artikel gedacht.

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und viel Freude in Ihrem neuen Lebensraum.


Billigflieger nach Spanien

Telefon Deutschland Telefon Spanien Webpage Flugrouten

Air Berlin 01805 737 800 901 116 402
www.airberlin.com
Von 20 Flughäfen werden Alicante, Málaga und Valencia angeflogen, von fünf Flughäfen Almería

Hapag Lloyd Express
01805 509 3509 902 020 069

www.hlx.de
Von Köln-Bonn, Hannover, Stuttgart nach Valencia, von Köln-Bonn nach Sevilla

Easy Jet 01803 654 321 902 299 992
www.easyjet.de Von Dortmund nach Alicante

German Wings 01805 955 855 915 140 825
www.germanwings.de Von Köln-Bonn nach Málaga

Ryanair 0190 170 100 807 220 022 www.ryanair.com
Von Frankfurt-Hahn nach Jerez de la Frontera

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